Unser Konzept

Lernen durch Ausprobieren

Lernen funktioniert nicht in abstrakter Weise mit dem (schulischen)
Anspruch auf Richtigkeit, sondern folgt eher dem Prinzip „Try & Error“:
Schauen, was ist, äußern, was man fühlt, ausprobieren, was geht.

Warum lernen Jugendliche aus nicht-akademischen Elternhäusern in der Schule schlechter als andere Jugendliche, deren Eltern studiert haben? Sie kommen aus Familien in denen weniger geredet wird und kaum Umgang mit Schrift besteht. Stattdessen wird mehr gehandelt: sinnlich-praktisch werden anstehende Aufgaben gelöst. Diese Kinder treffen auf Schulen, wo gesessen, geredet und geschrieben wird, wo Lehrer aus anderen sozialen Milieus unterrichten nach Standards, die vereinfachtes Gymnasium bedeuten. Die Inhalte sind abstrakt, theoretisch und ohne direkte Wirkung auf ihr Leben und Umfeld. Wir können in der außerschulischen Arbeit dieser Zielgruppe neue Zugänge zum Lernen verschaffen. Dies erfordert jedoch andere Formen des Lernens.

Praktisches Lernen: Lernen zielt nicht auf die Aneignung von Wissen ab, sondern ist auf konkrete Ergebnisse ausgerichtet. Die Jugendlichen entwickeln Fragen aus ihrem Alltagserleben heraus und versuchen, diese durch ihr eigenes Handeln zu beantworten. Dabei verwenden sie vielfältige Methoden der Exploration, von Internetrecherche über Stadtrundgänge bis zu Interviews mit verschiedenen Personen. Dabei geht es weniger um ein Verstehen von Hintergründen als um Wege für ein pragmatisches Umgehen mit der jeweiligen Situation. Um mit den Gruppen inhaltlich zu arbeiten, erwies es sich als wirkungsvoll, in allgemeinen und nicht unbedingt zielgerichteten Diskussionen Raum zu geben, dass die Jugendlichen Themen andeuten, die sie interessieren. Hierbei ist es wichtig, dass die Gruppenleitung wachsam bleibt, um diese Themen wahrzunehmen. Von sich aus würden die Jugendlichen viele Themen nicht weiterverfolgen. Von daher ist es die Aufgabe der Gruppenleitung, ein Angebot zur Vertiefung zu machen. Hierzu  eignen sich Medien sowie in besonderem Maße authentische Referent_innen, Besuche von Aktionen oder Institutionen sowie Exkursionen zu relevanten Orten.

Emotionaler Pfad: Mit der Aufklärung sind wir zu sehr rationalen Menschen geworden. Unsere emotionale Wahrnehmung wird durch die Dominanz der Rationalität entwertet. Die Jugendlichen fühlen jedoch oft unterbewusst, wenn etwas nicht in Ordnung ist. Es entsteht ein Widerspruch zwischen der eigenen Wahrnehmung und dem auferlegten Zwang zur Rationalität. Die Arbeit der Peer-Leader beruht dagegen wesentlich auf dem emotionalen Zusammenhalt, dem Erleben von Rücksicht, Gemeinschaft und Vielfalt. Gerade im Zusammenleben mit Menschen müssen wir den emotionalen Pfad neu entdecken.

Kompetenzentwicklung: Wir lernen nur dann, wenn wir uns davon eine zunehmende Kompetenz versprechen, unser Leben als Subjekt zu gestalten (Subjektkompetenz). Dies gilt für alle Menschen, ganz besonders aber für „bildungsfernere“ Jugendliche. Entwicklungen, die die Jugendlichen sofort wahrnehmen, haben direkte, praktische Auswirkungen auf ihren Alltag: Positives Gestalten der eigenen Freundschaften, konstruktiver Umgang mit Konflikten, Sicherheit bei Vorträgen in der Schule oder aktive Freizeitgestaltung. Um Jugendliche zum Engagement als Peer-Leader zu gewinnen, ist es
notwendig, diese Kompetenzen zu fördern und den Jugendlichen die Möglichkeit zur persönlichen Weiterentwicklung, insbesondere zum Abbau von Ängsten zu bieten.

Die Peer-Leader entwickeln aber auch Kompetenzen, um mit den Auswirkungen der Globalisierung umgehen zu können. Durch Globalisierung entstehen Veränderungen auf der Sachebene durch neue Dimensionen von Risiken, z.B. Terror, Finanzmärkte, Staatsverschuldung, Machtverlagerung auf transnationale Unternehmen. Auf der räumlich-zeitlichen Ebene verringert sich die Bedeutung von Distanzen, weil weniger Zeit zur Überbrückung benötigt wird. Entwicklungen geschehen gleichzeitig an vielen Orten, auch Fortschritt und Rückschritt können gleichzeitig geschehen. Und zuletzt verändert sich auf der sozialen Ebene die Trennung von Vertrautem und Fremdem. Kulturen vermischen sich. Die Geschwindigkeit des Wandels macht aus heute Bekanntem morgen ein Mysterium. Der Orientierungsrahmen Globale Entwicklung fokussiert mit den vorgeschlagenen Kompetenzbereichen jedoch nur auf gesellschaftliche Verantwortung und nicht auf die Bedürfnisse des einzelnen Jugendlichen. In Bezug auf Globalisierung müssen Jugendliche lernen, mit Unsicherheit umzugehen, mit Ambivalenz und Wandel. Die Begegnung mit Jugendlichen aus anderen
Ländern stärkt das Gefühl von Sicherheit und Kompetenz im globalen Kontext und führt zu einer Öffnung der Jugendlichen gegenüber Fremden sowie einer Wertschätzung von Vielfalt und Wandel.

 

Selbstbestimmt handeln

Die Kernkompetenz eines Peer-Leaders besteht darin, in seiner eigenen sozio-kulturellen Gruppe Interesse für ein Thema zu äußern und andere zu motivieren, sich gemeinsam mit diesem zu beschäftigen.

Was ist das Defizit klassischer Bildungsformen, sei es Schulunterricht oder ein Workshop
außerschulischer Bildungsträger? In beiden Fällen wird Wissen vorstrukturiert und soll an den Lernenden vermittelt werden, um im Voraus festgesetzte Lernziele zu erreichen. Dies ist zwar effizient, hat aber gerade in der Arbeit mit Jugendlichen schwerwiegende Auswirkungen:
a) Der Jugendliche wird zu einem passiven Objekt von Bildungsprozessen erzogen. Die Aufgabe aktiv Ziele selber zu definieren, Lernwege zu entwickeln und sich Inhalte zu erschließen wird ihm abgenommen.
b) Es entsteht eine Hierarchie zwischen dem vermeintlich „wissenden“ Lehrenden und dem „unwissenden“ Lernenden. Der Jugendliche wird hierdurch abgewertet, anstatt die in diesem Alter notwendige Bestärkung zu erfahren.
c) Inhalte und Lernziele entspringen der Lebensrealität eines anderen – meist eines
Erwachsenen. Sie geben Jugendlichen somit nicht den Freiraum, ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten, sich und ihre soziale Interaktion neu zu definieren, sondern zielen darauf ab, diesen in die Normen der bestehenden Ordnung hinein zu erziehen. Dies stößt erwartungsgemäß auf Widerstand.

Peer-Education bedeutet dagegen ein Lernen von- und miteinander auf Augenhöhe. Peers sind dabei nicht zwangsläufig Gleichaltrige, sondern vielmehr Menschen in der gleichen Situation, z.B. Elterngruppen, Fabrikarbeiter/innen, Menschen in der Nachbarschaft, Schüler/innen. Zentraler als die gemeinsame Altersgruppe ist die Tatsache, dass Peers alle auf derselben Hierarchieebene agieren.
Dennoch gibt es Gründe, Peer-Education auch gezielt auf Jugendliche zu beschränken.
Gerade in der Adoleszenz orientieren sich Jugendliche stark an Gleichaltrigen. Die meist in der Freizeit der Jugendlichen stattfindenden Lernprozesse können vermutlich am treffendsten als „Lernen mit Gleichaltrigen, von Gleichaltrigen“ beschrieben werden. Ohne pädagogische Intervention erwerben Jugendliche hier soziale Kompetenzen und entwickeln ein eigenständiges Weltbild, das in der Kindheitvor allem durch die Eltern geprägt wurde.
Peer-Education pädagogisch zu nutzen bedeutet ein Angebot gegenseitiger Unterstützung und Hilfe sowie sinnvoller Beeinflussung und Anpassung durch Gleichaltrige zu fördern. Dem liegt die Annahme zugrunde, dass Jugendliche untereinander einen größeren Lehrerfolg erzielen können, da Inhalte von Gleichaltrigen anzunehmen, häufig leichter fällt, zumal so eine wesentlich stärkere Orientierung an ihrer eigenen Lebenswelt möglich ist. Peer-Leader erreichen in ihrem sozio-kulturellem Umfeld sozial und kulturell ähnliche Zielgruppen, da sie deren Sprache sprechen, deren Visionen, Probleme und Lösungsmuster kennen, und können diese zu Veränderungen lokal und global motivieren.
Um Peer-Leader zu etablieren, reicht es jedoch nicht aus, interessierte Jugendliche zu Multiplikatoren und Multiplikatorinnen auszubilden und dann auf andere Jugendliche anzusetzen. Es würden dann weiter fremdbestimmte Ziele und Inhalte vermittelt und zwischen den lernenden Jugendlichen und Multiplikatoren entstünde ebenso eine Hierarchie. Der Aufbau von Strukturen der Peer-Education erfordert zuerst eine Investition in die gesamte Gruppe. Jugendliche brauchen ein Umfeld, in dem sie:

• Sich sicher fühlen und Vertrauen in die Gruppe und das Team haben,
• Mit ihren Gefühlen und Meinungen ernst genommen und mit Ängsten und Schwächen
angenommen werden,
• Mit Unterschieden umgehen können,
• experimentieren und Fehler machen dürfen,
• Das Potenzial der Gruppe für die eigene Entwicklung nutzen wollen und können.

Echte Peer-Leader sind also keine Referenten, sondern sind fest im Sozialraum integriert. Sie leben und lernen dauerhaft in der Gemeinschaft der Jugendlichen, ohne dass eine Hierarchie besteht, sind aber bereit, Verantwortung für sich, für andere und für den gemeinsamen Prozess zu übernehmen.
Von daher sind die wichtigsten Kompetenzen von Peer-Leadern:

• In der Peer-Gruppe Begeisterung für Themen zu äußern und andere zu motivieren, diese gemeinsam zu erkunden, sowie
• Verhaltensweisen, die für Andere einschränkend oder den Gruppenprozess schädlich sind anzusprechen und eine gemeinsame Lösungssuche anzustoßen.

Sie sind damit anderen Jugendlichen einen Entwicklungsschritt voraus, ohne jedoch aus ihrer Lebenswelt herausgelöst zu sein. Dies macht sie für Gleichaltrige zu Vorbildern, die leichter nachzuahmen sind als dies Erwachsene und formale Lehrpersonen sein können.
Abenteuer Produktivität erleben Jugendliche werden in Bildungsprogrammen als defizitär und förderungswürdig betrachtet, was sich negativ auf ihr Selbstwertgefühl und die Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen auswirkt. Erst durch produktives Schaffen entsteht ein Bewusstsein für die eigenen Potenziale und die eigene Wirksamkeit.
Das Bild von uns, das uns andere tagtäglich zuschreiben, formt, wie wir uns selbst sehen. Das Fremdbild prägt das Selbstbild. Jetzt lässt sich leicht vorstellen, mit was für einem Fremdbild manche Jugendliche konfrontiert werden. Sie leben in einem sozialen Brennpunkt, sie haben weniger Bildungschancen, können an der Konsumwelt nicht teilhaben. Sie gelten als passiv und unfähig. Von ihnen erwartet man keine Erfolge sondern nur kriminelle Energie. So entsteht ein fatales Selbstbild.
Dasselbe gilt aber auch für Gymnasiasten. Wenn diese permanent unter einem Leistungsdruck stehen, dann bewerten sie sich nur positiv, wenn sie ökonomisch ertragreich sind. Das Selbstbild prägt das eigene Verhalten. Der Jugendliche nimmt das Fremdbild an und verhält sich entsprechend – nicht weil es dem Jugendlichen selbst entspricht, sondern weil ihm diese Rolle zugeschrieben wurde.
Es ist aber auch möglich, durch die eigene Haltung dem Jugendlichen gegenüber, dessen
Selbstwahrnehmung zu verändern. Solange Jugendliche in Bildungsprogrammen und Projekten sind werden sie als defizitär betrachtet. Sie müssen sich entwickeln, sie müssen „noch“ lernen. Diese Fremdsicht überträgt sich auf die Jugendlichen und führt einerseits zu einem Annehmen ihrer Rolle und damit zu einer passiven Empfängerhaltung und andererseits zu Widerstand, dem Gefühl mit dem eigenen Potenzial nicht ernst genommen zu werden.
Demgegenüber bietet das Projekt Peer-Leader-International die Selbsterfahrung des produktiven Schaffens. Der Jugendliche erlebt sich selber als wirkungsvoll und kompetent. Er wird von anderen als Ressource wahrgenommen und übernimmt diese Wahrnehmung in sein Selbstbild. So berichteten Jugendliche, dass sie vorher von Nachbarn oft skeptisch bis geringschätzig angesehen wurden. Seitdem aber bekannt sei, dass sie im Rahmen der Peer-Leader-International an öffentlichen Aktionen mitgewirkt hatten, würden sie mit Respekt behandelt. Dies erfülle sie mit stolz, und sie wünschten
sich, dass noch viel mehr Menschen sie sehen, wie sie wirklich sind. Neben dem positiven Feedback von außen spielt auch die Selbstwertschätzung aus dem Gefühl,
etwas geschafft zu haben, eine wichtige Rolle. Dieses löst wie ein Schneeballsystem den Wunsch aus, mehr zu wollen. Das Resultat, er will nicht mehr aufhören, sondern möchte weiter produktiv gestalten. Wenn Jugendliche ein Produkt in der Hand haben, das sie selber geschaffen haben von der Idee bis zum Ergebnis, dann entsteht die Motivation weiter zu machen und weiter zu wachsen.
Die höchste Form der Anerkennung ist es, wenn der Jugendliche spürt, dass ich ihm Macht gebe. Kaum eine gesellschaftliche Erneuerung ist nicht von der Jugend ausgegangen. Die Erwachsenen brauchen den Impuls der Jugend. Diese können sich aber nur entfalten, wenn man der Jugend auch den Raum lässt, ihre Energie freizulassen, anstatt immer zu versuchen, diese zu strukturieren und zu regulieren. Um die Energie der Jugendlichen als Quelle anzuzapfen, ist es erforderlich, sie zum Gestalter zu machen. Dies bedeutet auch, als Gruppenleitung einen Schritt zurück zu treten und die normative Macht festzulegen, was richtig ist, abzugeben.

 

Welt verstehen, Welt verbessern

Gemeinsame Handlungspraxis schafft eine Verbindung zu Menschen in anderen Orten der Welt und trägt zu einem komplexen Weltentwurf bei. Wahrscheinlich haben alle, die in der Schule oder an sonstigen Orten Angebote zum Globalen Lernen machen, den Wunsch, dass dort mehr stattfindet als eine kognitive Belehrung über Entwicklungspolitik oder ein flüchtiger Einblick in Weltzusammenhänge. Stattdessen soll es um nachdrückliche und nachhaltige Einstellungs- und Verhaltensänderungen der Lerner in Richtung Weltverantwortung gehen. Diese scheinen eher durch (eigene und reflektierte) Erfahrungen erreichbar zu sein als durch gut-gemeinte Bildungsangebote.
Zur Genese eines komplexen Weltentwurfs sind vor allem geteilte fundamentale Erfahrungen notwendig wie gemeinsame Handlungspraxis, gemeinsame Anliegen oder Projekte sowie die Erfahrung, innerhalb dieser Praxis in ein internationales Netzwerk mit Partnern auf Augenhöhe eingebunden zu sein. Begegnungen mit Menschen in Ländern des Globalen Südens konstituieren nicht automatisch geteilte Erfahrungsräume. Umgekehrt bedarf die Herstellung weltweiter konjunktiver Erfahrungen nicht notwendigerweise der physischen Begegnung mit Partnern aus Entwicklungsländern. So ermittelte sie ein großes Kontextwissen bei Jugendlichen, die im Rahmen einer Schülerfirma Produkte des fairen Handels vertrieben oder in der Gewerkschaftsjugend engagiert waren. Die Mitglieder der Schülerfirma etwa verbindet der Handel und die Produktion. Die Beziehung ist für beide Seiten konkret und praktisch. Die Jugendlichen erfahren sich jedoch auch als Teil eines größeren Netzwerks, dem internationalen Handel allgemein. Auch die Gewerkschaftsarbeit konstituiert eine gemeinsame Erfahrungswelt. Die aktiven Jugendlichen nehmen sich als Teil einer internationalen
Bewegung wahr.
Durch das Projekt Peer-Leader-International entstehen solche konjunktiven Erfahrungsräume. Jugendliche ähnlichen sozialen Kontextes und mit ähnlichen Problemstellungen lernen voneinander und arbeiten gemeinsam an den für sie relevanten Themen. Die ähnlichen Strukturen des Engagements als Peer-Leader konstituieren gemeinsame Handlungspraxis. Der internationale Austausch hat dabei vielfältige, im Gesamtkonzept eingebettete Funktionen:

• Jugendliche formulieren ihre lokalen Themen, um sie den anderen Jugendlichen vorzustellen,
• sie nehmen ihr lokales Thema aus einer anderen Perspektive wahr,
• sie erlangen ein tiefergehendes Verständnis der eigenen Problemlage, durch die Bearbeitung von Parallelen und Unterschieden,
• Fragen in Bezug auf Globalisierung, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit, die die Jugendlichen in sich tragen und bisher nicht artikulierbar waren, werden konkret,
• sie bekommen kreative Ideen für eigene Lösungsansätze durch den Umgang der anderen Gruppen mit ihren Problemen.

Um diese Wirkung zu erreichen werden im Projekt Peer-Leader-International verschiedene Formen
des Austausches genutzt:

• Langzeitfreiwilligendienste: Praktika, FÖJ im Ausland oder Europäischer Freiwilligendienst ermöglichen es Jugendlichen für längere Zeit in anderen Peer-Leader Gruppen mitzuwirken. Sie entwickeln sich damit zu wichtigen Kommunikationsschnittstellen, da sie Wissen aus der eigenen Gruppe in ihre Arbeit einfließen lassen sowie Erfahrungen der gastgebenden Gruppe in die Heimat kommunizieren.
• Kurzzeitbegegnungen: Während internationaler Begegnungen lernen sich die Jugendlichen persönlich kennen. Es geht im Wesentlichen darum, die Verbindung zu spüren und durch den Austausch Energie für die weitere Arbeit zu gewinnen. Zudem wird die Themenvielfalt der Arbeit der einzelnen Gruppen sichtbar.
• Internet: Im Internet werden bisher vor allem Ergebnisse präsentiert. Darüber hinaus wird die Facebook-Gruppe genutzt, wie dies unter jungen Menschen üblich ist, als Ausdruck für den eignen Lebensstil. Inhaltliche Diskussionen sind schwer anzustoßen, auch wenn gelegentliche inhaltliche Posts auch von Seiten des Teams zumindest bewertet werden.
• Projektbeteiligung: Einzelne Jugendliche und junge Erwachsene der Partnergruppen werden als Expert_innen zur Mitarbeit an konkreten Projekten eingeladen. Hier geht es darum, die Ressourcen aus dem Netzwerk zu nutzen und eine echte Kooperation auf Augenhöhe zu erreichen.

Ausgehend von diesem komplexen Weltentwurf, handeln die Jugendlichen zwar auf lokaler Ebene, sie sind sich aber auch bewusst, dass ihr Handeln mit den Lebensbedingungen von Menschen in anderen Ländern verbunden ist, und denken bei allen Aktivitäten die globale Dimension mit. In dem Projekt ist das Leitmotiv der Agenda 21 „Global denken, lokal handeln“ gelebter Alltag.

Siehe auch: Peer Leader – Handbuch in den Medien